Archive for category Religion
Gott hat ausgedient
„Natürlich“ gibt es (das Konzept von) Gott, zumindest in den Köpfen einiger Leute. Ausserhalb dieser Köpfe aber wohl eher nicht. Bis heute gibt es jedenfalls keine Beweise für einen wie auch immer gearteten Gott und die Beweislast liegt schliesslich bei dem, der die Existenz von etwas behauptet.
Braucht es einen Gott? Kommt drauf an: Wenn man eine Instanz sucht, aus der heraus man Behauptungen aufstellen kann, ohne sie auf dem Markt der Ideen auf ihre Tauglichkeit überprüfen zu müssen, dann ja.
Lächerlich wird das Ganze, wenn man behauptet, dass es einen persönlichen Gott gäbe, der sich darum schert, was wir essen oder was wir wann mit wem mit unseren Sexualorganen anstellen.
Schon diese paar Sätze illustrieren, wie unbrauchbar der Begriff Gott (geworden) ist, da er für vieles herhalten muss.
Falls man anderer Meinung als Talleyrand ist, der meinte, die Sprache diene dazu, seine Gedanken von den anderen zu verbergen, dann verzichtet man in Zukunft am besten auf den Begriff Gott.
Turmbau als Menschenrecht
Das Verbot der Minarette sei diskriminierend, meint die Hochkommissarin der UNO. Natürlich ist das Verbot diskriminierend. Raucher werden auch diskriminiert, denn sie dürfen bald nicht mehr überall rauchen.
Soll mir doch bitte mal jemand erklären, wofür genau es in einer zum Grossteil “aufgeklärten” Gesellschaft, welche die Religion nur noch als Folklore für die Ausschmückung von Feiern zu Geburt, Heirat und Tod verwendet, Minarette braucht, die von einigen Kreisen klar als Machtsymbol verwendet wird, wie früher bei uns der Kirchturm.
Gläubig sein hat sein positives Image, falls es das jemals hatte, verloren. Glaubst Du noch oder denkst Du schon, lautet unser Motto. Aufklärung tut not. Wozu braucht es neben der Meinungsfreiheit auch eine Religionsfreiheit? Was ist der Sinn darin? Darf ich auch einmal um “Aufklärung” bitten?
Irrenhaus Erde
Woher diese Angst Einzelner, nicht für die wissenschaftliche Methode “missionieren” zu wollen. Sie ist der einzige Garant für überprüfbare Resultate. Die Resultate können bis zur Widerlegung “geglaubt” werden und bieten ein Fundament für weitere Entwicklungen. Die wissenschaftliche Methode entspricht der Evolution.
Eine Laune der Evolution hat uns mit einem Bewusstsein ausgestattet. Dadurch erkennen wir unsere Endlichkeit, wollen diese nicht wahrhaben und erfinden deshalb ein Leben nach dem Tod.
Stattdessen sollten wir unsere Lage akzeptieren und unsere Energie darauf verwenden, unser Leben zu verlängern und zu verbessern. Wie Esther Vilar kürzlich bemerkte, ist Religion Zeit- und Energieverschwendung.
Wir Menschen müssen uns gegenseitig Trost spenden und mögliche Hilfe im Hier und Jetzt für konkrete Probleme anbieten.
Wenn wir uns vom Wahn befreien, es gäbe da noch was anderes ausserhalb der physischen Welt, werden wir vielleicht eher bereit sein, die anstehenden Probleme der Welt zu lösen und unseren Lebensraum zu erweiteren.
Es kommt auf jeden einzelnen an.
Gentechnologie: ein Eingriff in die Evolution?
Ein Vortrag von Prof. Dr. Beda Stadler, Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern, anlässlich der Delegiertenversammlung der Freidenker-Vereinigung der Schweiz vom 17. Mai 2009
Milliarde - die heutige Million
Kann sich überhaupt jemand die täglich publizierten Zahlen noch vorstellen?
AIG soll im 4. Quartal 2008 einen Verlust von 60 Milliarden “erwirtschaftet” haben. Wenn man diese Zahl auf Minuten umrechnet, also geteilt durch 90 Tage, 24 Stunden und 60 Minuten ergibt das einen Verlust von
462,963
pro Minute!
Bei diesen Verhältnissen müsste also Herr Grübel zwischen 6 und 7 Minuten arbeiten um sein ausgehandeltes Jahresgehalt von 3 Millionen zu verdienen (mal angenommen das Verhältnis von USD zu CHF sei 1:1, denn allzu pingelig wollen wir hier nicht sein).
Schwein gehabt
(bs) Wir alle, die wir seit Jahrmillionen (nicht erst “seit Adam und Eva vor 6000 Jahren”…) mit evolutionärem Mitgefühl ausgestattet sind, freuen uns mit Jedem, der wieder mal das kurz darauf abstürzende Flugzeug verpasst oder dank dem anderen Stundenplan vor der einstürzenden Turnhalle bewahrt worden ist. Welche wunderbare Gelegenheit für “Gläubige” (eigentlich Andersgläubige…), wieder einmal Ursache und Wirkung zu verwechseln! Jedes Wunschdenken lässt sich endlich religiös “begründen”, nachdem man Jahrzehnte lang umsonst die Kirche besucht und trotzdem immer nur im statistisch erwartbaren Verhältnis Glück gehabt oder im Lotto gewonnen hat. Für Gläubige und andere Provozierer in den Medien ist jetzt der Moment gekommen, uns die glücklichen Opfer fehlgeleiteter Dankbarkeit als Vorbilder in der Tagesschau zu präsentieren. Wer aber in einem solchen Moment nüchtern zu Protokoll geben würde, eigentlich fände er sich selber inkonsequent, jedes Wochenende am Zahlenlotto teilzunehmen und gleichzeitig mit recht ähnlicher Wahrscheinlichkeit gehofft zu haben, beim nächsten Flug nicht abzustürzen, der würde gleich abgeschminkt.
Tagesschaubeitrag vom 25.2.2009
Anmoderation: “Der heilige Gallus, St. Gallens Schutzpatron, hatte heute morgen alle Hände voll zu tun. Rund 80 Schüler der Kantonshauptstadt hatten nämlich unvorstellbares Glück. Keine Stunde vor Turnunterrichtsbeginn stürzte das Dach ihrer Dreifachsporthalle ein.”
Erste Zeugin: “… Ich danke Gott, dass er mir das Leben geschenkt hat…”
Aufstand der Atheisten
Rundschau vom 18.02.2009
Mit Plakaten werben fundamentale Christen vermehrt im öffentlichen Raum. Das ruft Atheisten weltweit auf den Plan. In England, Italien und neu auch in der Schweiz versuchen sie, in Tram und Bus ihre Sichtweise bekannt zu machen - und stossen dabei auf bemerkenswerten Widerstand.
Spendenmöglickeit und weitere Infos unter
geniess-das-leben.ch
Muslim tolerance test
This is the Muslim tolerance test. If a Muslim can tolerate watching this video without wanting to stone the author to death afterwards, then he is not a fundamentalist.
Die Website zum Darwin-Jahr
GBS startet das Portal DARWIN-JAHR.DE
Das kommende Jahr 2009 steht gleich in doppelter Hinsicht im Zeichen Charles Darwins: Denn der große Evolutionsbiologe wurde nicht nur vor 200 Jahren geboren, vor exakt 150 Jahren erschien zudem sein bahnbrechendes Werk “Über die Entstehung der Arten”. Nun haben die Giordano Bruno Stiftung und die AG Evolutionsbiologie ein Internetportal an den Start gebracht, das kompetent, aber auch unterhaltsam durch das Darwin-Jahr führen wird.
Auf darwin-jahr.de finden Interessierte nicht nur die wichtigsten Veranstaltungen des Darwin-Jahrs, im “Evo-Magazin” geht es auch um neuste Erkenntnisse der Evolutionsbiologie, neue Bücher, Interviews, “Neues aus dem Kreationisten-Dschungel” sowie um spannende Debatten über die Konsequenzen der Evolutionstheorie. Im Kontrast zum wissenschaftlichen Zugang, so Andreas Müller, der Leitende Redakteur der Website, “wird es auf dem Portal auch erheiternde Einblicke in die diversen Schöpfungsmythen geben, die homo sapiens im Zuge seiner kulturellen Evolution hervorgebracht hat.”
“Die Website wird in den nächsten Wochen und Monaten kontinuierlich ausgebaut werden”, erklärt Müller. Betrieben wird darwin-jahr.de von ausgewiesenen Experten der Giordano Bruno Stiftung und der AG Evolutionsbiologie, die sich zum “Darwin-Jahr-Komitee” zusammengeschlossen haben. Mit von der Partie sind u.a. die Professoren Christoph Antweiler, Thomas Junker, Ulrich Kutschera, Axel Meyer, Beda M. Stadler, Eckart Voland, Gerhard Vollmer und Franz M. Wuketits.
“Die Giordano Bruno Stiftung wird im Darwin-Jahr den Schwerpunkt ihrer Arbeit etwas verlagern. Statt Religionskritik wollen wir die weltanschaulichen Konsequenzen der Evolutionstheorie fokussieren”, sagte Stiftungssprecher Michael Schmidt-Salomon in Mastershausen. Allerdings sei das Eine mit dem Anderen durchaus verknüpft: “Wer erst einmal begriffen hat, dass wir bloß eine zufällig entstandene Trockennasenaffenart auf einem Staubkorn im Weltall sind, der wird religiösen Heilserzählungen automatisch mit der nötigen Skepsis gegenübertreten.”
